Tanztheater

Ronald Blum arbeitet im Tanztheater-Unterricht nach eigenen Konzepten, die auf schülergemäße Art zeitgenössischen Tanz, Improvsationstechnik und Tanztheater vermitteln. Die Kinder & Jugendlichen lieben den Wechsel von freiem Tanzen und herausfordernder Tanztechnik.

Langsam aufbauend lernen sie Drehungen, Haltungen, Bodenabläufe, Schritte, Sprünge und ganze Choreographien, tanzen zu Klavierimprovisationen oder zu Musiken verschiedenster Stile, vertanzen Gefühle, spielen Geschichten und arbeiten glaubwürdig an der Stimmigkeit des persönlichen Ausdrucks. Die Tanzenden bringen viele eigene Ideen in die Tanztheaterstücke ein, die regelmäßig zur Aufführung kommen (Videos).

Kommentar von einem Zuschauer: „Mich erstaunt jedes Mal die Kraft und Ausdrucksvielfalt, die so junge Menschen herüberbringen können.“

Rezensentin Gerlinde Deckers-Fabian: „Methodisch leistete Blum im Bereich des Tanztheaters, besonders was die Arbeit mit Kindern betrifft, in den vergangenen Jahrzehnten bis heute geradezu Pionierarbeit…

Abgesehen von seinen unbestreitbaren „handwerklichen“ Fähigkeiten in der gerade auch für kleinere Kinder besonders anregenden musikalischen Bewegungsbegleitung am Klavier wird er sich seines besonderen Talents, nennen wir es mal seinen „siebten Sinn“, im Umgang mit Kindergruppen jedweden Alters sehr wohl im Klaren sein…

Bestimmte pädagogisch-methodische Begrifflichkeiten wie die Rede vom „besonderen pädagogischen Geschick und Fingerspitzengefühl“ … können sicher teilweise dienlich sein, um den über Jahrzehnte andauernden unbestreitbaren motivationalen Erfolg Ronald Blums zu begreifen…

Wie entwickelt Blum bei seinen Schülern diese Lust an technischen Fertigkeiten und Fähigkeiten …? Ein wesentliches Grundprinzip seines tanzpädagogischen Ansatzes liegt sicher darin, jedem Tänzer genügend Raum für eigene Experimente und körperliche Erfahrungen zu lassen…

Blum entwickelte hier ein differenziertes System von Möglichkeiten, z.B. mittels impulsgebender Signale untereinander oder mittels Zuweisung wechselnder Führungsrollen die Aktionen der Tänzer unbemerkt zu steuern…

Wie aus dem Nichts heraus entstehen so im fortlaufenden Prozess kleine in sich geschlossene Szenen, Handlungsabläufe, stimmige, teils rätselhafte Sequenzen mit der inneren Struktur einer Erzählung, über deren Sinn man lange nachdenken kann, es aber auch nicht muss, da sie – ähnlich wie bei der Betrachtung eines guten Bildes –  nicht primär inhaltlich, sondern insbesondere aus der Kraft ihrer formgebenden visuellen Erscheinung heraus „gelesen“ werden können. Hier spielen aber individuelle künstlerische Eingebungen, Vorstellungen und Visionen hinein, die ein Geheimnis bleiben. Denn Tanzkunst ist und bleibt auch ein Stück Zauberei – die Faszination des Unaussprechlichen…“